Was meint ein Däne, wenn er „in den Spinat getreten“ ist und es „Rauch in der Küche“ gibt oder dich auffordert, „auf den Draht zu schlagen“? Wir schauen auf lustige dänische Redewendungen.
Lustige Redewendungen gibt es in jeder Sprache und manchmal ist es gar nicht so leicht, den Sinn dahinter zu erkennen, nicht mal, wenn es sich um die eigene Muttersprache handelt. Ganz zu schweigen von einer Fremdsprache, die man gerade lernt. Die Redewendungen sind häufig sehr bildhaft und zu einer festen Form verwachsen (wie zum Beispiel „wie Katz und Maus“ ). Die Bedeutung dieses sprachlichen Konstruktes geht immer über die rein wörtliche Bedeutung der einzelnen Bestandteile hinaus und kann nicht Wort für Wort in andere Sprachen übersetzt werden.
Was zum Beispiel meint ein Däne, wenn er „in den Spinat getreten“ und „Rauch in der Küche“ ist oder dich auffordert, „auf den Draht zu schlagen“?
Wir widmen uns diesen wunderschönen sprachlichen Konstrukten, die jede Sprache einzigartig machen und nicht selten nicht nur zum Verständnis einer Kultur beitragen, sondern für echte Lacher sorgen.
Ikke den skarpeste kniv i skuffen
Meint man, dass jemand nicht besonders helle oder auch tüchtig ist, dann ist er im Dänischen „ikke den skarpeste kniv i skuffen“, also nicht das schärfste Messer in der Schublade. Varianten dieser Redewendung, die unserem „nicht die hellste Kerze auf der Torte“ entspricht, sind im Dänischen „ikke den sprødeste chips i posen“ , also nicht der knusprigste Chips in der Tüte und „ikke den hurtigste knallert i havnen“ – nicht das schnellste Mofa im Hafen. Der Hafen (in manchen Varianten auch die Mole oder der Kai) diente oft als Treffpunkt, an dem sich Jugendliche oft auf Mofas trafen. Umgangssprachlich dient der Hafen oft als Rahmen für Geschichten oder Beschreibungen, das Moped steht hier bildhaft für den „Motor“, das Gehirn. Weitere Variante, etwas liebevoller mit einem Augenzwickern, ist „Det er ikke studenterhuen der trykker“ („Es ist nicht der Studentenhut, der drückt“ 🙂 ) zu verstehen.
At skyde papegøjen
Weiterer Klassiker unter den dänischen Redewendungen ist „At skyde papegøjen“, also den „Papageien schießen“, eng verwandt mit unserem „den Vogel abschießen“. Gemeint ist damit, dass jemand sehr viel Glück hat oder auch in den Besitz von etwas sehr Wertvollem gekommen ist. Die Redewendung stammt tatsächlich aus Frankreich des 13. Jahrhunderts, als es Wettkämpfe gab, in denen man Papageienfiguren von einer Stange herunterschießen musste.
Soviel für heute – und am Ende läuft es doch darauf hinaus: Hvis man ikke kan lide lugten i bageriet, så må man gå.






Herrlich Kapidaenin. So macht Sprache lernen Spaß.