Flyholm Redningsstation

In Langerhuse, südlich von Harboøre an der Westküste, liegt – auf den ersten Blick recht unscheinbar – die Flyholm Redningsstation (Rettungsstation Flyholm).

1847 errichtet war die Station nicht nur die erste des Landes, sie beherbergte auch das erste in Dänemark gebaute Rettungsboot, die Carl til Løven.

Ein Stationsvormann, der auf dem nahegelegenen Hof wohnte, und 12 Bootsleute kämpften hier gegen die oft bedrohliche See, um Verunglückten zu Hilfe zu kommen.

Allein in den Jahren 1853 und 1854 wurden 73 Einsätze von Flyholm aus gestartet und insgesamt 755 Seeleute gerettet.

Strandung der Fregatte Alexander Nevskij

Den wohl spektakulärsten Einsatz zog die Strandung der russischen Fregatte Alexander Nevskij nach sich, die am 25. September 1868 vor der Küste auf eine Sandbank lief und den Sohn des Zaren, den Großfürsten Alexej, an Bord hatte. Wind und Wellen machten es den Rettungskräften schwer, Rettungsraketen und Hosenbojen konnten nur kurzfristig eingesetzt werden. Glücklicherweise legte sich der Sturm nach etlichen Stunden, so dass fast alle Seeleute gerettet werden konnten. Anteil daran hatte auch ein Fischer aus Harboøre, der, sobald sich der Sturm legte, mit seinem Boot hinaus fuhr und Matrosen an Land brachte.

Heute ist in der Station, die bis 1995 (ab 1968 ohne Boot) noch als Rettungsstation diente, eine kleine, aber feine Ausstellung untergebracht. Zu sehen ist das letzte von insgesamt vier Booten – die Flyholm – sowie Hosenboje, Taue, Raketen, mit denen die Taue auf die Schiffe geschossen wurden etc. Außerdem wird über die Strandung der Alexander Nevskij berichtet.

In den Genuss dieser kleinen Ausstellung kommt man, indem man die auf dem Hinweisschild an der Tür angegebene Telefonnummer anruft und mit dem Zugangscode, der per Bandansage – auch auf Deutsch – durchgegeben wird, die Tür öffnet.

Es lohnt sich!

  • Flyholm 1
  • Flyholm Redningsbåd


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