Die Fjordhäfen am Nissum Fjord – Felsted Havn

Von Felsted Havn am südöstlichen Ende des Nissum Fjords aus hat man einen hervorragenden Überblick über den gesamten Fjord. An dieser Stelle beginnt der Felsted Kog, von dem große Teile unter Naturschutz stehen.


Der Feldsted Kog ist das Ergebnis eines Landgewinnungsprojekts des 19. Jahrhunderts. Damals versuchte man, den gesamten Fjord trockenzulegen, doch war man lediglich in Felsted erfolgreich. Hier baute man einen Deich und entwässerte ca. 1400 Hektar Land. Schnell stellte sich heraus, dass der Boden für Landwirtschaft nicht geeignet war. Außerdem kam es bei schweren Stürmen immer wieder zu Deichbrüchen und so gab man das Projekt 1885 wieder auf. Lediglich der Name Feldsted Kog (Kog = dem Meer abgewonnenes, eingedeichtes Land) erinnert heute noch daran.

Verein zur Erhaltung des Hafens

Felsted Havn wurde um 1900 angelegt. Einst gab es auf dem Nissum Fjord 40 Fischer, viele von ihnen hatten hier ihren Heimathafen, doch vor allem war es das Schilfrohr, das dem Fjord entnommen und im Felsted Havn zum Weitertransport bearbeitet wurde. In den 1970er Jahren verlor Schilfrohr an wirtschaftlicher Bedeutung und so verfiel der kleine Hafen. Der Staat wollte ihn „loswerden“ – ein Verein, der neu gegründet wurde, übernahm den Felsted Havn 1979. Der Hafen wurde wieder flott gemacht, mit Toilettenhäuschen versehen und außerdem wurde „Kahytten“ etabliert – ein Holzhäuschen, das von allen benutzt werden kann. Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass alles pfleglich behandelt wird.

Die Hafeneinfahrt wurde etwas verkleinert, eine Versandung des 2,5 m tiefen Hafenbeckens konnte dadurch allerdings nicht vollständig verhindert werden, so dass das Hafenbecken immer mal wieder bereinigt werden muss. Die bis dato 50 aktiven Mitglieder des Vereins haben einen festen Liegeplatz im Hafen, allen anderen ist es aber gestattet, ihr Boot hier ins Wasser zu lassen, um eine Tour auf dem Nissum Fjord zu unternehmen.


2005 wurde der Felsted Havn ausgezeichnet als der am besten bewahrte Hafen am Nissum Fjord. Darauf ist man hier – berechtigterweise – sehr stolz.


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